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thursday, january 25, 2007
p.2 chicago tribune the latest news thursday, january 25, 2007
Stefano-Christian-Picco [ ?tefa:no-kristj?n-piko: ] der, die, das
Bezeichnung für ein Individuum aus Hartweizenbahnen.
Charakter: lieb, nett, hilfsbereit, chaotisch
Gewicht: zwischen 80 und 90 kg
Lebt in freier Wildbahn, vereinzelte Exemplare leben mit dem Muttertier zusammen.
Muttersprache: Italienisch, jedoch nur im Streit mit dem a-Weibchen und/oder Bestellung beim Futterlieferanten (Altstadt)

„Es war ein schöner Tag, der erste im August.
Die Sonne brannte so, als hätte sie’s gewusst.
Die Luft war flirrend heiß und um allein zu sein
da sagte ich den Andern: ich hab’ heut keine Zeit.
Da traf ich ihn und sah in seine Augen…“
(nach Dieter Thomas Kuhn)

So oder so ähnlich könnte unser erstes Aufeinandertreffen stattgefunden haben.

Tatort: Mönchengladbach, Gesamtschule Volksgartenstraße, Klasse 7b
Die Sommerferien waren zu Ende. Voller Optimismus und Tatendrang folgte ich dem Ruf meiner neuen Schule.
Da stand er vor mir! Michael ?I love you? Jackson.
Michael ist Italiener (zumindest laut Pass), hört auf den Namen Stefano, und den Durchbruch seiner Karriere verdankte er dem ?Thriller?-Video, denn so sah er aus.
Seine Sprache: ein feinstes niederitalienisch-rheinisches Platt
Seine Funktion in der Klasse: Clown, Rapper, Sündenbock. (für alle eigen- und fremdgeplanten Streiche. Und wo war er eigentlich in Belgien?)
Kurzum: Spaghetti alla Michael Jackson, dazu Alt vom Fass.

Spätestens jetzt war ich sein größter Fan.

Der Abschluss der zehnten Klasse trennte unser tägliches Beisammensein, so dass wir die alltäglichen Freizeitaktivitäten noch-fast-nichtmehr-Pubertierender (Brunnen sitzen, Pizza essen, Wände beschmieren, in Fabriken einbrechen) auf die Wochenenden beschränken mussten.
Mit achtzehn wurden wir mobil.
Keine Disco im Umkreis von 100km war vor uns sicher. Glücklicherweise waren dort immer große Parkplätze, denn Einparken kann unser Gigolo bis heute nicht. (Kein Wunder, ist doch evolutionsbedingt ein deutsches Auto für einen Italiener so groß wie ein Linienbus.) Ist freies Busfahren auch der Grund für sein mittlerweile schon 58 Semester andauerndes Studium? So finanziert er wenigstens den Fortbestand der FH Krefeld.

Es sind tausend Kleinigkeiten, die diesen Menschen so liebenswert machen:
- er verabredet sich im Internet zu einer Schlägerei, steht eine Stunde im Regen und keiner kommt
- er spricht fließend italienisch, allerdings nur bei Auseinandersetzungen mit seiner Maaaammaaaa (Wann wolltest du doch genau ausziehen?)
- er kommt schlechtgelaunt auf eine Party und wird Stunden später engumschlungen mit einer Kubanerin auf der Tanzfläche angetroffen
- er liebt seine Pizza (der einzige Grund für seine Altstadtbesuche)
- er hat sich bis zuletzt gegen die Anschaffung eines Handys gewehrt
- er hilft immer wenn man ihn braucht, bis zur totalen körperlichen Erschöpfung (welche mittlerweile recht schnell eintritt)
- er gibt seine Mahlzeiten im Flugzeug ab und schließt stattdessen lieber Bekanntschaft mit den örtlichen Toiletten

Seit einigen Jahren steigt nicht nur sein Gewicht steil an:
Seine DVD-Sammlung (nur krankes Zeug) nimmt mittlerweile 5 qm der verfügbaren 10 qm in Anspruch und sein Alkoholkonsum kommt inzwischen dem Verbrauch eines Formel-1-Wagens sehr nah. Dies zeigte sich vor allem, als er –völlig selbstlos- Weihnachten mit seinem besten Freund zur Bekämpfung dessen Liebeskummers einen 7-Tage-Saufmarathon durchhielt, der Silvester dann bei Tee, Keksen und Disco-Videos sein kümmerliches Ende fand. (Dankeschön!)

Stefano Picco, treuester Black-music-Fan aller Zeiten, mit völliger Intoleranz anderen Musikgeschmäckern gegenüber. Doch neuerdings öffnet er sich: auch Karnevalsmusik und andere deutsche Stimmungsmacher lösen bei ihm keinen Brechreiz mehr aus und ich bin guter Hoffnung, dass er mich auf den Schlagermove in Hamburg begleitet.
Doch etwas Grauenhaftes gibt es für ihn: es lässt ihm eiskalt die Rückenhaare gefrieren, eher isst er sein Leben lang Kartoffeln und beendet sein Studium bevor er auch nur einen cl davon trinkt: Kölsch! Diese Abneigung wird auch für immer bestehen, genau wie unsere Freundschaft.

Stefano, wir kennen uns jetzt seit fast achtzehn Jahren. Danke für deine Hilfe und dass du immer für mich da bist, danke für viele lustige und traurige Momente, danke für schöne, wenn auch seltene Solid-Abende!

Bleib so wie du bist. Auf die nächsten dreißig Jahre!

P.S. Eine Kleinigkeit könntest du ändern: Maach dinge Avschloss, Jung! Prost.
Alles Gute zum Burz´l Tag
Dein Thomas H. Bretschneider


the song jump, jump's here is (c) 2001 by www.swingdanceorchestra.de

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